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Review

STILL NO ONE - Never Again

Offizielles Cover zu Still No One - Never Again
Bild: offizielles Singlecover von Still No One.

Da folgt mir auf Instagram plötzlich eine Skatepunk-Band aus Italien.

Also schaue ich nach, was die machen.

Ein paar Sekunden später lautet die Antwort:

YES!

Vielleicht sollte ich öfter prüfen, wer sich da neuerdings hinter RandaleFUNK herumtreibt.

Still No One kommen aus der Gegend um Padua und räumen nebenbei mit der alten Behauptung auf, die USA und Schweden hätten ein Patent auf Skatepunk. Die Italiener haben offenbar nicht beim Patentamt nachgefragt. Sie spielen das Zeug einfach.

Nach wenigen Takten muss ich an die alten Strung Out denken. Nicht als Kopie. Eher wegen dieser Mischung aus Melodie, Geschwindigkeit und Gitarrenarbeit.

Nicht zu grob. Nicht zu poppig.

Mein Skateboard hängt seit Jahren an der Wand und hat trotzdem kurz vibriert.

Beim Text ist die gute Laune dann vorbei. Da hat jemand ein Versprechen gebrochen, sämtliche Warnzeichen ignoriert und seinem Gegenüber freundlich ins Gesicht gelächelt, während das Messer schon für den Rücken bereitlag.

Der Erzähler möchte keine Aussprache und keine zweite Chance. Er hat genug und würde sich den Untergang dieser Person sogar aus der ersten Reihe ansehen.

Eine besonders reife Form der Konfliktbewältigung ist das vermutlich nicht.

Als Skatepunk-Refrain taugt der Groll dafür ausgezeichnet.

Gerade diese persönliche Wut steht dem Song. Hier wird keine große Gesellschaftsrede gehalten. Jemand hat Vertrauen zerlegt, jetzt ist endgültig Schluss. Das „Never Again“ meint hier ziemlich eindeutig: Mit dir bin ich durch.

Die Single ist seit dem 5. Juni 2026 draußen. Still No One gibt es bereits seit 2019; den South-Bay-Skatepunk der späten Neunziger nennt die Band selbst als wichtigen Ausgangspunkt.

Das hört man.

Zum Glück haben sie daraus keine historische Vorführung gemacht.

Die USA und Schweden dürfen ihre Skatepunk-Urkunden behalten. Italien liefert auch ohne Papierkram.

Jetzt darf mir auf Instagram gerne mal wieder eine schlechte Band folgen.

Ich brauche schließlich Material zum Meckern.

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