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Vorab gehört

Dead Target - Still While It Spins

Cover zu Dead Target - Still While It Spins
Cover: offizielles Pressematerial von Dead Target / Artwork von Tord Torpe.
Randalf mit Kopfhörern fährt Skateboard und schiebt einen Einkaufswagen voller Platten

Hinweis: Still While It Spins erscheint offiziell am 23.10.2026. Dieser Text basiert auf vorab zur Verfügung gestelltem Material.

Dead Target kommen aus Hardanger in Norwegen und veröffentlichen ihr Debütalbum „Still While It Spins“ am 23.10.2026. RandaleFUNK durfte vorher reinhören.

Ich habe bisher genau drei Songs gehört:

„Presage“, „Here Comes Trouble“ und „Democracy“.

Mehr nicht.

Der Opener „Presage“ beginnt mit einem langen Intro. So ein Intro, bei dem man kurz hofft, dass die Stimme den Song gleich nicht kaputt macht.

Passiert nicht.

Und trotzdem ploppt in meinem Kopf ein Fragezeichen auf.

Flüstertüte?

Keine Ahnung. Irgendwas am Gesang irritiert mich. Nicht schlimm. Nur auffällig genug, dass ich kurz mehr über die Stimme nachdenke als über den Song.

Nächster Song.

„Here Comes Trouble“ klingt dann deutlich klarer.

Sehr beruhigend.

Auch wenn das mit Ruhe natürlich überhaupt nichts zu tun hat. Der Song hat schnellen Druck, zieht sauber nach vorne und erinnert mich an dieses 90er-Gefühl, bei dem Punkrock noch nicht ständig erklären musste, ob er jetzt Punkrock, Punk’n’Roll, Melodic Punk oder Versicherungsfall ist.

Und irgendwo, ganz entfernt, musste ich an Turbo A.C.’s denken.

Nicht als Kopie.

Eher als kleine Verwandtschaft im Dreck.

Mit „Democracy“ knallt es dann richtig.

Musikalisch wird das härter, direkter, unfreundlicher. Warum auch immer musste ich kurz an Voodoo Glow Skulls denken. Ergibt auf dem Papier kaum Sinn. War trotzdem da.

Inhaltlich wird es ebenfalls deutlich.

Demokratie bekommt hier keinen hübschen Rahmen und keinen goldenen „Alles funktioniert schon irgendwie“-Aufkleber. Der Song schaut eher dahin, wo sie wackelt, missbraucht wird oder irgendwann nur noch als Fassade herhalten soll.

Das ist kein braves „Politik ist kompliziert“-Schulterzucken.

Das ist eher:

Guck hin, du Lappen.

Das packt mich nicht, weil der Song mir Politik erklärt.

Sondern weil genug Unruhe hängen bleibt, dass ich selber weiterdenken muss.

Den Rest vom Album habe ich nicht gehört.

Dafür ist es zu schlecht.

Nein. Spaß.

Ich habe bewusst aufgehört, weil ich nach diesen drei Songs gemerkt habe: Diese Platte möchte ich nicht am Schreibtisch zu Ende hören.

Die muss raus.

Hund, Auto, Skateboard, Einkaufswagen - völlig egal.

Hauptsache Bewegung.

Den Rest höre ich draußen.

Und ein richtig fetter Gruß geht raus nach Schweden!

Danke für den Scheiß.

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